Gießkannen für die KGS Gronau
„Diese Blätter haben Sonnenbrand!“ Mit dem kundigen Blick des Fachmannes begutachtet Stephan Thiele die Jungbäume auf dem sogenannten Campus, dem Pausenhof vor dem Haupteingang der KGS Gronau. Und die Ursache hierfür ist neben der starken Sonneneinstrahlung der letzten Monate insbesondere auch ein Mangel an Wasser.
Um gegen diesen Wassermangel vorzugehen, gab es am 20. August ein kleines Geschenk für die Schule: Das Ehepaar Thiele überreichte sechs große Gießkannen, die von Annabell Ringel, Koordinatorin für Bildung für nachhaltige Entwicklung und Jonathan Kühnel, Klassenlehrer der 6H1, gerne angenommen wurden. „Es liegt in unserem eigenen Interesse, die Bäume hier in einem guten Zustand zu erhalten. Nur so können sie wachsen und mit ihrem Schatten und durch Verdunstung die Schüler*innen in der Pause kühlen und vor der UV-Strahlung der Sonne schützen“, so Kühnel. Er will sich mit seiner Klasse in Zukunft um das Gießen der jungen Bäume kümmern.
Doch daneben haben die Bäume noch weiteren Nutzen: „Der Anblick grüner Pflanzen fördert die Regeneration und Erholung. Außerdem kann durch die Aktivität des Gießens das Selbstwirksamkeitsgefühl der Kinder gestärkt werden. Sie merken, dass ihr Handeln direkt zu einer Verbesserung führt“, erklärt Bianca Thiele, die sich zusammen mit ihrem Mann seit vielen Jahren beim BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) engagiert.
Auch darüber hinaus setzt sich die KGS für den Schutz der Umwelt ein: Immer in der letzten Woche vor den Sommerferien werde ein Umwelttag durchgeführt, bei dem die Kinder Müll sammeln oder sich – z.B. in der Form selbsterstellter Podcasts – mit Fragen des Umweltschutzes auseinandersetzen, so Annabell Ringel, die die Durchführung dieses Projekttages initiiert hat und seit mehreren Jahren anleitet. „Jeder und jede kann zum Schutz der Bäume in seiner Nachbarschaft aktiv werden und diese in Zeiten der Trockenheit gießen. Schließlich profitieren nicht nur wir Menschen vom Schatten der Bäume, sondern sie sind auch wertvolle Lebensräume für Vögel, Insekten und andere Kleinstlebewesen“, ergänzt Stephan Thiele.