KGS Gronau bei Jugend debattiert
Schüler*innen der KGS Gronau behaupten sich beim Regionalentscheid von „Jugend debattiert“:
Hildesheim – Am 22.01.2026 fand im Andreanum in Hildesheim der Regionalentscheid des bundesweiten Debattierwettbewerbs „Jugend debattiert“ statt. Schüler*innen sowie Lehrkräfte von vier Schulen der Region nahmen daran teil, darunter auch Vertreter*innen der KGS Gronau (Leine).
Dem Regionalentscheid ging ein schulinterner Wettbewerb voraus. Dieser fand in den Jahrgangsstufen 8 und 11 statt. Für die KGS Gronau (Leine) war es die erste Teilnahme an einem solchen Schulwettbewerb. Die Lehrerinnen Carolin Hoppe, Marie-Louise Reiff und Nadine Meier steckten viel Zeit und Mühe in die Organisation. Diese hatten zuvor gemeinsam mit Timo Stiehl, ebenfalls Lehrer der KGS Gronau (Leine), eine Fortbildung für „Jugend debattiert“ durchlaufen.
Im Wettbewerb debattieren jeweils vier Schülerinnen und Schüler einer Altersstufe in einem festen Format über aktuelle politische Fragestellungen. Zwei Teilnehmende vertreten dabei die Pro-, zwei die Contra-Position.
„Es erfordert eine intensive Vorbereitung und viel Konzentration. Dennoch ist es interessant, mit anderen Jugendlichen über wichtige Themen zu debattieren“, erklärte Cassandra Adler (17), die sowohl am Schul- als auch am Regionalentscheid teilnahm.
Die Erst- bis Drittplatzierten beider Altersstufen des Schulwettbewerbs qualifizierten sich für den Regionalentscheid. Dort traten sie gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der KGS Pattensen, der RBG sowie des Andreanums an.
Der Wettbewerb fand während der Schulzeit statt. Anspannung und Vorfreude waren bei allen Anwesenden deutlich spürbar.
„Es ist heute wichtiger denn je, zu üben, miteinander zu sprechen und Argumente auf Sachebene auszutauschen“, betonte Lorenz Heimbrecht in seiner Begrüßungsrede. Er ist Lehrer am Andreanum und seit 2013 Regionalkoordinator für „Jugend debattiert“.
Anschließend wurden die Teilnehmenden entsprechend ihrer Altersgruppen in zwei Debattierrunden eingeteilt. Die zu vertretenden Positionen wurden ausgelost. Danach hatten die Schüler*innen eine halbe Stunde Zeit zur Vorbereitung. Debattiert wurden unter anderem Themen wie eine staatliche Förderung von Lokalzeitungen oder ein Verbot der Veröffentlichung von Wahlumfrageergebnissen.
„Es ist aufregend, aber ich freue mich auch“, erklärte Niklas Breyrer (16), der den vierten Platz im Regionalentscheid belegte. „Ich finde es aufschlussreich, neue Denkweisen kennenzulernen und zu sehen, wie unterschiedliche Jugendliche zusammenarbeiten.“
Während der Debatten machte sich eine Jury aufmerksam Notizen. Sie bestand aus vier Lehrkräften der beteiligten Schulen. Drei Jurymitglieder bewerteten Überzeugungskraft, Gesprächsfähigkeit, Sachkenntnis und Ausdrucksvermögen, während eine weitere Lehrkraft als Protokollant fungierte und auf die Einhaltung der vorgegebenen Redezeiten achtete.
Nach der Beratung der Jury erhielt jede*r Teilnehmer*in ein kurzes Feedback, bestehend aus einem Lob sowie einem Verbesserungsvorschlag.
„Es ist ein großartiger Wettbewerb, der dabei hilft, zu lernen, wie man richtig debattiert“, erklärte Lorenz Heimbrecht. Neben seiner Tätigkeit als Regionalkoordinator engagiert er sich auch als Landestrainer in der Fortbildung von Lehrkräften für „Jugend debattiert“. „Die Schülerinnen und Schüler machen immer wieder mit – unabhängig davon, ob es beim ersten Mal gelingt oder nicht. Man lernt, präzise zu argumentieren und sich in die Gegenseite hineinzuversetzen.“ Er betonte die Aktualität dieser Fähigkeiten.
Nach einer weiteren Qualifikationsrunde zogen die jeweils vier besten Schülerinnen und Schüler der beiden Altersstufen ins Finale ein. Die Erst- und Zweitplatzierten qualifizierten sich für den Landeswettbewerb, bei dem sie auf Vertreter*innen von 48 weiteren Schulen des Bundeslandes treffen werden. Wer diesen für sich entscheidet, hat schließlich die Möglichkeit, am Bundesfinale teilzunehmen und als Hauptpreis ein vollfinanziertes Politikstudium zu gewinnen.
Der Regionalentscheid des bundesweiten Debattierwettbewerbs „Jugend debattiert“ wird den Schüler*innen sowie den Lehrkräften der KGS Gronau (Leine) in positiver Erinnerung bleiben. Eine erneute Teilnahme im kommenden Jahr ist bereits geplant.