Kunstprojekt im Jhg.7 „Aus den Tiefen des Mülls – Die Evolution eines Meereswesens“
Das ist ein künstlerisch-forschendes Projekt, das die fingierte Entdeckung einer neuen marinen Spezies inszeniert – entstanden nicht aus biologischer Evolution, sondern aus den Hinterlassenschaften menschlichen Konsums. Das Meereswesen besteht vollständig aus Plastikmüll, der aus dem Alltag stammt und symbolisch für die tiefgreifenden Eingriffe des Menschen in marine Ökosysteme steht.
In Anlehnung an naturwissenschaftliche Dokumentationsformen verbindet das Projekt Skulptur, Installation und visuelle Narration.
Das fingierte Meereswesen wird als Resultat einer neuen Evolutionsstufe im sogenannten Plastikzeitalter (Anthropozän) dargestellt: eine Lebensform, die sich an eine Umwelt angepasst hat, die zunehmend von synthetischen Materialien geprägt ist. Plastik wird dabei nicht nur als Abfall verstanden, sondern als formgebender Faktor einer postnatürlichen Welt.
Die Ausstellung lädt die Betrachtenden dazu ein, die langfristigen Folgen menschlichen Handelns zu reflektieren. Die Arbeit stellt die unbequeme Frage, ob zukünftige „Natur“ nicht bereits heute von uns geformt wird – und ob die Evolution von morgen aus dem besteht, was wir zurücklassen.










































