„Warum müssen wir so viel laufen?“

„Warum müssen wir so viel laufen?“

Exkursion ins Ruhrgebiet mit dem 13. Jahrgang

Um eine Uhrzeit am Morgen, wo noch nicht mal Herr Büchle seine morgendlichen Joggingrunden startet, begann unsere Exkursion mit den beiden Erdkunde Leistungskursen. Zusammen wollten wir uns den Strukturwandel im Ruhrgebiet anschauen und machten uns in Richtung Duisburg auf. Die einen, recht gut gelaunt und mit Kaffee in der Hand, trafen auf Morgenmuffel mit kritischem Blick. Nach kurzem Blick auf die Uhr und der Erkenntnis, dass unser Wagon doch nicht im geplanten Abschnitt hielt, wurde die erste Sporteinheit direkt am Bahngleis durchgeführt. Noch um Luft ringend und die Frage, wo denn unsere genauen Sitzplätze seien, fiel uns auf, dass ungefähr 1/3 der Gruppe nicht anwesend war. Herr Herrmann, jetzt leicht nervös, rief bei allen Beteiligten auf dem Handy an, aber niemand hob ab. Die Panik hielt aber nicht lange an, denn wie sich herausstellte, waren die anderen im letzten Moment eingestiegen und in einem anderen Wagon gelandet. Puh, also erstmal Entwarnung. Auf den Stress erstmal die Snacks und den Kaffee hinaus holend, ging unsere Fahrt dann endlich los. Nach einer recht entspannten Zugfahrt erreichten wir gegen 9:30 Uhr den Bahnhof in Essen. Obwohl viele von uns schon einmal von Essen gehört hatten, waren wir doch recht überrascht, dass diese Stadt nicht unter den Top 10 der „hässlichsten“ Gegenden in Deutschland liegt. Verwöhnt von unseren Dörfern kam uns die stickige Stadtluft mit dem gewissen „Charme an Ruhrpott“ nicht gerade attraktiv vor. Wir durchquerten das „charismatische“ Bahnhofsgebäude und fuhren mit der U-Bahn zu unserem ersten Tagespunkt- der Zeche Zollverein. Dort durften wir nicht nur die Rolltreppe hinauffahren, in der Joko gegen Klaas in ihrer TV-Show antraten, sondern auch eine Führung durch die alte Zeche und das Museum machen. Unsere Gruppe wurde einmal geteilt und erhielt jeweils einen Tourguide, die beide weit größer motiviert waren, als wir. Über eine Stunde sind wir Treppen rauf und runter gestiegen und wurden in die Geschichte des Kohleabbaus und Verarbeitung geführt. Danach konnten es sich einige von uns nicht nehmen lassen, der recht „anspruchsvollen“ Tour, eine erste Mittagspause anzuhängen und sich die Bäuche vollzuschlagen. Es war zu diesem Zeitpunkt schon nach 12:00 Uhr und somit höchste Zeit, um der deutschen Tradition nachzukommen. Allerdings interessierte dies nicht im Geringsten unsere Lehrer, weshalb wir schon nach kurzer Zeit wieder in die Kälte mussten. Als Nächstes hörten wir uns einen sehr interessanten Vortrag von Alessa an, der über den Stahlkonzern ThyssenKrupp ging. Nach einer halben Stunde ging es dann für uns endlich wieder ins Warme (Straßenbahn), um dann zur Gartenstadt Margarethenhöhe zu fahren. Hier wurde deutlich, wie unterschiedlich der Lebensstil im Ruhrpott sein kann und dass doch nicht alles nahezu an Körperverletzung grenzt. Wir schauten uns den Marktplatz und die kleinen süßen Gässchen an, um im Anschluss festzustellen, dass weder die Häuser bezahlbar waren, noch dass es im ansässigen Edeka keine gescheite Bäckerei gab. Baguette und Bouletten haben es dann auch so gerichtet😊. Langsam aber sicher neigte sich der Tag dem Ende zu und alle sehnten sich nach Betten und etwas Warmes zu essen. ABER wir wären ja nicht der Erdkunde Leistungskurs, wenn wir nicht noch einen Abstecher zu den wirklich wichtigen Sachen gemacht hätten. Bevor wir uns aber dem Highlight der Exkursion in Duisburg widmen konnten, stellten wir fest, dass wir in dem falschen Metronom saßen. Nach einer recht peinlichen Durchsage vom Zugführer und den hektischen Gesichtern von Herrn Herrmann und Herrn Böttcher, standen wir wieder am Gleis. Da die Bahnhofsinformation uns im Stich gelassen hatte, navigierten wir uns dann selber zum richtigen Gleis und kamen gegen 16:30 Uhr im Landschaftspark Duisburg an. Auf dem Weg zu den Hochöfen mussten wir noch kurz unsere Basketballerkenntnisse der Duisburger Jugend demonstrieren und sind dann auf die Hochöfen gestiegen. Diese waren nichts für schwache Nerven und im Dunklen auch echt nicht „Schwindelfrei“, aber fast alle haben sich hinauf getraut. Oben angekommen, hatte man eine wunderbare Sicht über die Stadt und das Ruhrgebiet. Dies war mit Abstand der beste Punkt von allen:) Nach einiger Zeit wurde es dann aber nicht nur kalt, sondern auch recht dunkel und wir entschieden uns für den Abstieg. Unten angekommen bestellten sich einige am nahe gelegenen Foodtruck noch was Heißes zu trinken und dann ging es endlich Richtung Jugendherberge. Positiv überrascht von unserer Unterkunft bezogen wir unsere Zimmer und wärmten uns erstmal auf. Der Hunger trieb uns dann gegen 20:00 Uhr in ein nahegelegenes chinesisches Restaurant, was danach einen Umsatz in Millionenhöhe machte😉. Dem einen oder anderen Getränk gefolgt, sind die meisten wieder in die Jugendherberge gegangen und haben sich in die Koje gehauen. Nicht alle, denn am nächsten Morgen sahen wir doch ein paar „Nachtgeister“ mit müden Augen. Nachdem alle satt waren, sind wir um 9:00 Uhr in die Innenstadt nach Oberhausen gefahren, um uns da den direkten Verfall der Innenstadt anzugucken (war echt nichts los). Um Oberhausen noch eine Chance zu geben, sind wir danach ins Centro (riesiges Einkaufszentrum) gefahren. Hier gab es fast alles, was das Herz begehrt und wir konnten endlich mal unser Geld ausgeben! Gegen 14:00 Uhr sind wir dann mit dem ICE, diesmal auch vollständig, wieder in Richtung Hannover gefahren. Auf der Rückfahrt haben wir alle fleißig unsere Rankings für die Abizeitung gemacht und hatten viel zu lachen. Todmüde und geschafft sind wir dann am frühen Abend in Hannover angekommen. Alles in allem war es ein wirklich toller Ausflug mit einem super praxisnahen Bezug für unser Abitur! Herzlichen Dank an Herrn Böttcher und Herr Herrmann für die Organisation und die witzige Begleitung!

Anjuli Heiduk, 13G2

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